Die Vereinten Nationen publizieren neuen Bericht zur Emissionslücke

Download des vollständigen Reports: Report UN zur Emissionslücke

Interaktive Seite zum Report: https://www.unep.org/interactive/emissions-gap-report/2020/

 

Die weltweiten CO2-Emissionen haben in 2019 mit 59,1 Gigatonnen einen neuen Höchststand erreicht. Trotz einer Reduktion um 7% im Rahmen der COVID-Pandemie entspricht diese Reduktion gerade einmal einer Verminderung der Erderwärmung um 0,01 Grad bis 2050.

Wenn es gelingt, rasch die richtigen klimafreundlichen Technologien bis zum Ende der Pandemie zu etablieren, kann das Ziel einer 2 Grad-Erwärmung noch erreicht werden (mit 66% Wahrscheinlichkeit). Auf diesem Weg könnten 25% der vorhergesagten Emissionen bis 2030 eingespart werden. Dies entspricht 44 Gigatonnen.

Private Haushalte sind für 2/3 der konsumbedingten CO2-Emissionen verantwortlich!

Ein Umdenken im Konsumverhalten ist daher besonders wichtig. Die Politik ist aufgefordert, die Rahmenbedingungen in folgenden Bereichen zu schaffen:

  • Ersatz von Inlandsflügen durch die Bahn
  • Infrastrukturmaßnahmen für das Radfahren und Car-Sharing.
  • Steigerung der Energieeffizienz von Gebäuden
  • Nutzung erneuerbarer Energiequellen
  • Maßnahmen zur Reduktion von Nahrungsmittel-Abfällen

Die CO2-Emissionen des wohlhabendsten 1% der Weltbevölkerung sind höher als die gesamten Emissionen der 50% ärmsten Bewohner.

Die Elite muss Ihren ökologischen Fußabdruck drastisch reduzieren, und zwar um den Faktor 30, um die Pariser Klimaziele noch zu erreichen. Hier sind wir in Deutschland besonders gefordert!

06. Feb 2021