Lokale Aspekte der Klimaveränderung für Düsseldorf

Bewohner von Städten sind besonders stark von Hitzeeinflüssen und Luftverschmutzung betroffen. Wir benötigen Konzepte, wie unsere Städte gesünder werden und gleichzeitig ein gutes Leben ermöglichen.

Das funktioniert über eine drastische Reduzierung der Luftschadstoffe, über klima- und umweltgerechtes Bauen, über Natur in der Stadt, über fahrradfreundliche Wege und einen attraktiven öffentlichen Personennahverkehr.

Das alles sind keine Verluste, die wir durch eine Änderung unseres Lebensstils hinnehmen müssten, sondern Gewinne – für unsere Gesundheit genauso wie für unsere Stadt.

Hitzebelastung in der Stadt

Der Deutsche Wetterdienst prognostiziert, dass in deutschen Städten Temperaturen von 45 Grad Celsius keine Seltenheit mehr sein werden, dann herrscht auch bei uns mediterranes Klima. Bei Hitzewellen zeigen sich in Städten deutlichere Hitzeextreme als im Umland. Grund dafür sind die Versiegelung durch Beton und eine dichte Bebauung. Beton ist ein sehr guter Wärmespeicher, der die Wärme dann in der Nacht abgibt. Die Nächte werden nicht mehr so kühl sein und es entfallen für die menschliche Gesundheit wichtige Erholungsphasen.

Belastung der Luft in Düsseldorf:

  • 1. Sickstofdioxid (NO2):
    In NRW konnte gezeigt werden, dass durch erhöhte NO2-Belastung die Sterblichkeit durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen signifikant erhöht ist (Feinstaubkohortenstudie NRW 2002-2018). Obwohl in den letzten 10 Jahren eine Abnahme der Belastung durch NO2 erreicht wurde, liegt der Wert weiterhin an mehreren Messtellen oberhalb des EU-Grenzwerts von 40ug/m3 (Landesamt für Umwelt, Natur und Verbraucherschutz, Jahresbericht 2019).
  • 2. Feinstaub:
    Durch vermehrte Belastung ist die Häufigkeit von Lungenkrebs nachweislich erhöht. Die Feinstaub-Belastung muss weiter gesenkt werden, denn schon durch einen Unterschied von 7ug/m3 kann die Sterblichkeit durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen signifikant reduziert werden (Feinstaubkohortenstudie NRW 2002-2018).

Was kann "Ich" dagegen tun

Sie wollen etwas tun gegen dicke Luft und Hitzewellen in unserer Stadt? Tipps und die Möglichkeit, sich zu engagieren finden Sie im Bereich „aktiv werden“.

Auf der folgenden Seite erfahren Sie, wie Sie in Düsseldorf noch klimafreundlicher - und dabei genussvoll - leben, einkaufen, ausgehen und vorwärts kommen können: Klimafreundlicher Alltag in Düsseldorf

Das Projekt "Zukunftsviertel Unterbilk-Friedrichstadt" der Stadtwerke Düsseldorf

Das Zukunftsviertel Unterbilk | Friedrichstadt – ein Ort, an dem unter echten Bedingungen und zusammen mit den Bewohnerinnen und Bewohnern klimafreundliche Ideen ausprobiert werden. Was Anklang findet, wird anschließend auf andere Viertel der Stadt ausgerollt, damit künftig die ganze Stadt davon profitieren kann.

Koalitionsvertrag 2021 für die Stadt Düsseldorf

Dienstag 19.01.2021:

Parteien beschließen Schwarz-Grünes Bündnis für Düsseldorf (lesen Sie den Koalitionsvertrag in der Langfassung)

Aus unserer Sicht enthält der Koalitionsvertrag viele richtige Ansätze für Klimaschutz und Gesundheitsschutz. Entscheidend für den Erfolg wird die Schnelligkeit und Entschlossenheit sein, mit der die Maßnahmen umgesetzt werden. Wir haben wichtige Leitsätze für Sie aus dem Koalitionsvertrag exemplarisch aufgeführt:

"Der menschengemachte Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit“.

"Düsseldorf soll bis 2035 klimaneutral sein. Hierfür werden pro Jahr 60 Millionen Euro zusätzliche Mittel für den Klimaschutz bereitgestellt".

"Für die gesunde Stadt Düsseldorf sind vorbeugende Ansätze zur Gesundheitsunterstützung und -erhaltung entscheidend. Dazu gehört Gesundheitsförderung in KiTas, Schulen, Unternehmen, Betrieben, bei der Stadtverwaltung und in öffentlichen Einrichtungen, z. B. in den Bereichen Ernährung, Bewegung, Arbeitsabläufe usw. Dabei ist Gesundheit für uns ein echtes Querschnittsthema, das sowohl mit den Umweltbedingungen als auch mit der Lebenssituation der Bürgerinnen und Bürger zusammenhängt."

"Kooperationen im Gesundheitswesen: Die Zusammenarbeit der Düsseldorfer Kliniken untereinander, mit der Stadt, mit der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein und mit dem Landschaftsverband Rheinland wollen wir weiter verbessern. Dazu ist im ersten Schritt der Austausch aller Beteiligten im Gesundheitssystem mit der Stadt Düsseldorf zu vertiefen. Bedarfsweise sollen – wenn finanzierbar und möglich – gemeinsame Studien mehr Vorteile für die Düsseldorfer Patientinnen und Patienten bringen."